Chancen beim Speed-Dating — Das stabile Heiratsproblem

Prof. Dr. Mathias Lindemann | Hochschule Bremerhaven

Donnerstag, 18. Oktober

20:30 Uhr | Feldschlößchen Bar | Bremen

Zehn Frauen, zehn Männer auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Dazu noch Heiratsvermittelnde. Wie bringt man die Paare so zusammen, dass die Partnerschaft hält, stabil bleibt? Gibt es ein Verfahren, mit der Heiratsvermittelnde immer eine passende Konstellation finden, so dass alle glücklich sind? Was bedeutet Glück in diesem Zusammenhang? Bekommt jeder den besten Partner?

Das stabile Heiratsproblem ist ein Zuordnungsproblem aus der angewandten Informatik, das mit Hilfe mathematischer Techniken gelöst wurde und auf viele Praxisfälle angewendet wird. Der interaktive Beitrag in der Kneipe gibt Einblicke in die Lösung des Problems und zeigt, wo das Verfahren heute angewendet wird.

„Kleinvieh macht auch Mist“

Sebastian Böckmann | Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Donnerstag, 18. Oktober

20:30 Uhr | Das Rüssel | Bremerhaven

Die große Bedeutung von kleinen Tieren für die Algen im Südpolarmeer

Haben Sie schon einmal Hunger erlebt? Mangel? Limitation? Die mikroskopisch kleinen Algen im Südpolarmeer kennen sich damit aus. Dort mangelt es nicht an Brot und Wurst, nicht mal an Phosphat oder Nitrat. Was fehlt, ist Eisen. Zum Glück gibt es Tiere, die über Ihren Kot durch Recycling Eisen zur Verfügung stellen. In den Meeren der Antarktis existiert zwischen Schelfeiskante und Eisbergen ein ständiges Geben und Nehmen - ein labiles Gleichgewicht zwischen Konsum und Recycling, das für unser Klima von immanenter Bedeutung ist. Diesem hoch aktuellen, faszinierenden Thema widmet sich Sebastian Boeckmann in seiner Dissertation und seinem Vortrag, zu dem er Sie herzlich einlädt!

Nichtraucher-Symbol

„Multikulti auf der Werft: Erinnerungen von Gastarbeitern ab den 1960er Jahren“

Katharina Bothe | Deutsches Schifffahrtsmuseum

Donnerstag, 01. November

20:30 Uhr | Lady Tee’s | Bremerhaven

Der deutsche Schiffbau beschäftigte seit den 1960er Jahren eine Vielzahl von Gastarbeitern aus Süd- und Osteuropa. Wie haben Migranten ihre Arbeit auf den Werften erlebt? Was zeichnete die Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen aus? Inwiefern fand ein kultureller Austausch statt? Die Kulturwissenschaftlerin Katharina Bothe präsentiert Erfahrungen von Zeitzeugen der ersten und zweiten Werftarbeitergeneration.

Nichtraucher-Symbol

Harte Schuppen, weicher Kern - Fische und Reptilien im Klimawandel

Lina-Kristin Arnskötter | Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

Donnerstag, 08. November

22:30 Uhr | KAPOVAZ | Bremerhaven

Jeder weiß über die Folgen des Klimawandels bescheid.

Versauerung der Ozeane und Erderwärmung sind nur zwei Folgen unseres bisherigen

Lebensstils. Doch was ist mit den vielen kleinen Lebewesen, mit denen wir die Welt teilen? Wie werden Fische den Wandel der Ozeane überleben und welche Zukunft haben sie? Wie steht es um die wechselwarmen Reptilien auf der Erde? Und welche Auswirkungen hat das auf den Menschen? Lina Arnskötter, Tierpflegerin im Klimahaus Bremerhaven, gibt einen kurzen Einblick in die Konsequenzen für die Herpetologie und Ichthyologie.

Nichtraucher-Symbol

Frisches Essen aus dem Nebel

Martin Schüring | Technologie-Transfer-Zentrum

Donnerstag, 22. November

20:30 Uhr | Cafe de Fiets | Bremerhaven

Am ttz Bremerhaven wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Qualität von Lebensmitteln verbessern und gleichzeitig der Energieeinsatz reduzieren lässt. Dadurch bleiben z.B. Brötchen länger frisch, Fisch lässt sich schneller auftauen, Obst und Gemüse, sogar Schnittblumen lassen nicht so schnell den Kopf hängen. Das Verfahren nutzt ein Aerosol, also einen Nebel aus winzigen Wassertröpfchen, die durch Ultraschall gebildet werden. Die Kunst besteht darin, diesen Nebel kontrolliert mit den Lebensmitteln in Kontakt zu bringen. Martin Schüring vom ttz erklärt, wie das funktioniert.

Nichtraucher-Symbol

„Der eiskalte Hauch“ – wie molekulare Fossilien Vom Meereis erzählen

Maria-Elena Vorrath | Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Donnerstag, 29. November

20:30 Uhr | Yesterday | Bremerhaven

Das Meereis in der Antarktis ist einfach klasse, denn es hilft dabei den Kontinent zu kühlen und das Abschmelzen des Eisschildes zu verhindern. Ob das aber noch im Zeitalter der globalen Erwärmung so gut funktionieren wird, wollen Forscher vom Alfred-Wegener-Institut herausfinden. Von dem Zusammenspiel von Klima und Meereisbedeckung in der Vergangenheit, lassen sich Vorhersagen über dessen Zukunft machen.
Doch wie findet man Eis, welches schon vor 1000 Jahren geschmolzen ist? Maria-Elena Vorrath stellt ihre Arbeit mit molekularen Fossilien von Eisalgen vor und lässt die Geschichte des Antarktischen Meereises lebendig werden.